TVT - Theologischer Verlag Tübingen
Ulrich Hedinger - Kritik der Kreuzestheologie Ulrich Hedinger
Kritik der Kreuzestheologie
Wider den Mythos, Jesu Ermordung bedeute das Heil der Welt
TVT Medienverlag 1993
Fadenheftung, Leinen, 155 Seiten, 12,40  Euro
ISBN 3-929128-01-2



"Kreuzestheologie" ist die abgekürzte Formulierung für die theologische Identifikation des universalen Heils Gottes mit dem Foltertod Jesu. Kreuzestheologie von Paulus bis Karl Barth, von Luther bis Jürgen Moltmann war stets mit dem Problem konfrontiert, Jesu Zeugnis für den Gott des Lebens mit einem blutigen Sohnesopfer in Einklang bringen zu müssen. Hedinger weist nach, welcher verborgene oder offene Zynismus bei dieser Operation zumeist am Werke war. Exegetisch, soziologisch und politisch kritisiert der Zürcher Autor die reibungslose theologische Akzeptanz eines schrecklichen Foltertodes, der sich seither in der Geschichte millionenfach wiederholt hat.
Hedinger votiert leidenschaftlich für eine Wiederentdeckung des jesuanischen Ethos zugunsten der Schwachen und Entrechteten für die Bejahung des Lebens, indem er den Finger auf die schwächste Stelle der klassischen Kreuzestheologie legt: die darin angelegte Gefahr, die Opferung des Gottessohnes nicht mehr unterscheiden zu können von der Unterwerfung des Menschen unter jedwede Macht und Willkür.

Ulrich Hedinger, Jg. 1933, lebt und arbeitet als Gemeindepfarrer in Zürich-Saatlen.





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